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Christian Skoda im Porträt: Ein Skoda bei (V)RW

Ahlens Neuzugang Christian Skoda ist gut ausgelastet: Nebenbei arbeitet er noch bei VW in Wolfsburg und macht ein Fernstudium.

Ahlens Neuzugang Christian Skoda ist gut ausgelastet: Nebenbei arbeitet er noch bei VW in Wolfsburg und macht ein Fernstudium.

 

Wer nur eine Minute zu spät beim Training von RW Ahlen erscheint, darf tief in die Tasche greifen. Wer regelmäßig zwei Tage die Woche beim Training fehlt, der muss schon einen triftigen Grund vorbringen. Den hat der Ahlener Neuzugang Christian Skoda: Er arbeitet montags und dienstags bei VW in Wolfsburg. „Das war für mich wichtig, dass das auch nach meinem Wechsel möglich ist“, so der 31-Jährige, der zuvor bei der VSG Altglienecke in der Regionalliga Nord/Ost unter Vertrag war. Dort spielte er unter anderem mit Ahlens Kapitän und seinem Kumpel Kevin Kahlert zusammen, der ihn auch in die Wersestadt lotste. Und Ahlens Trainer Andreas Zimmermann kannte er ebenfalls noch aus Altglienecke. Dort hat er ein Jahr unter „Zimbo“ trainiert.

Skoda und Kahlert kennen sich aus der Jugend
Skoda ist gebürtiger Braunschweiger, Kahlert gebürtiger Wolfsburger. Die beiden kennen sich schon aus der Jugend, als sie beide beim VfL Wolfsburg gespielt haben – allerdings damals in getrennten Mannschaften, da „Kalle“ Kahlert ein Jahr älter als Christian Skoda ist.

Angefangen zu kicken hat er mit vier Jahren. Kein Wunder, stammt er doch aus einer Fußball-verrückten Familie. Seine Mutter, sein Bruder und auch seine Schwester sind alle dem runden Leder verfallen. Einzig der Vater schlägt aus der Reihe. Er bevorzugt die gelbe Filzkugel. Beim Familien-Bundesliga-Tippspiel, das die Familie Skoda seit vier Jahren macht, ist auch Papa Skoda dabei. Es gewinnt aber nur einer: Zum vierten Mal in Folge hat Seriensieger Christian Skoda in der vergangenen Saison den KickTipp-Topf abgeräumt.

Seit 13 Jahren in der Regionalliga
Auch in der Regionalliga hat Skoda eine beachtliche Serie hingelegt: Er spielt seit 13 Jahren dort. Zunächst in der Regionalliga Nord, dann in der Regionalliga Nord/Ost und jetzt in der Regionalliga West. Mit der TSG Neustrelitz hätte er 2014 einmal fast den Sprung in Liga drei geschafft. Doch die Neustrelitzer scheiterten damals in der Relegation an der Reserve vom 1. FSV Mainz 05. Trotz des verpassten Aufstiegs erinnert sich Christian Skoda noch gerne an diese Saison: „Die Meisterschaft mit Neustrelitz war schon eines meiner Karriere-Highlights.“ Genauso gerne denkt er an seine Zeit beim Berliner AK 07 zurück. Damals war Steffen Baumgart dort Coach, seit dem vergangenen Jahr Cheftrainer des 1. FC Köln. „Das war eine tolle Erfahrung. Er ist einfach ein geiler Typ.“

Job bei VW und Fernstudium nebenbei
In Ahlen geht er in sein 14. Regionalliga-Jahr. „Ich habe es nie höher geschafft, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es wäre das Highlight, wenn wir aufsteigen würden. Zur dritten Liga würde ich nicht nein sagen.“ Oder vielleicht doch: Denn auch für die dritte Liga würde er seinen Job als Planer im Werkzeugbau nicht aufgeben. In Ahlen hat er dafür die Freigabe bekommen. In der dritten Liga würde dies die Vertragsverhandlungen natürlich deutlich erschweren, was ihm selbst bewusst ist. Neben dem Fußball und dem Job bei VW macht Christian Skoda aktuell noch seinen Master an der Euro FH in Digital Business Management. Viel Zeit für Familie, Freunde und Freundin bleibt da nicht. Er hat aber dennoch ein Abo bei „Crunchyroll“, dem Netflix für Anime-Serien und -Filme. Dort taucht er dann gerne in die Welten von Dragon Ball, One Piece oder Naruto ein, alles Manga-Serien von japanischen Zeichnern, um abzuschalten.

„Das Umfeld in Ahlen stimmt“
In Ahlen gibt es zudem die Möglichkeit für die Spieler, in der Sauna oder im Whirlpool zu entspannen. „Das ist schon toll. Das kannte ich bisher aus der Regionalliga noch nicht. Das Umfeld stimmt in Ahlen“, so Christian Skoda, der mit seinen 31 Jahren zu den älteren Spielern im Kader der Rot Weissen gehört. „Irgendwann werde ich sicher einmal Vollzeit bei VW arbeiten, aber so lange die Leistung und das Kribbeln am Spieltag noch da ist, spiele ich noch Fußball. Ganz einfach.“

Foto von Simone Zettier

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