Rot Weiss Ahlen e.V. – Offizielle Website
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8:0 Wahnsinns Sieg!

Das war historisch, was die 809 Zuschauer im Ahlener Wersestadion im Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 erlebten. Mit 8:0 fuhren die Spieler von Andreas Zimmermann den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte ein. Zugleich verpassten sie den Wattenscheidern die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte.

Vor dem Spiel wurde gerätselt, wer denn den gesperrten Tobias Reithmeir in der Innenverteidigung ersetzen sollte. Sekan Temin rückte in die Viererkette und Patrik Twardzik kam nach seiner Verletzung zum ersten mal in dieser Saison auf der „Sechs“ zum Einsatz. In der Anfangsphase des Spiel versuchten sich beide Teams zunächst leichte Vorteile zu erarbeiten. Die erste Chance hatten die Gäste, aber Robin Brüseke war gekonnt zur Stelle und wehrte den platzierten Schuss ab. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, was hauptsächlich im Mittelfeld ausgetragen wurde. Nach gut einer halben Stunde gab es eine Schrecksekunde, denn Mordecai Zuhs und Kim Sane stießen im vollen Lauf mit den Köpfen aneinander und blieben liegen. Zuhs konnte weiterspielen, aber Sane musste erst weiter behandelt und dann ausgewechselt werden. Nach 32 Minuten die Riesenchance für Rot Weiss Ahlen. Hüysein Bulut flankt den Ball in den Strafraum. Cihan Özkara behauptet den Ball gegen seinen Gegenspieler und legt auf Andre Dej ab, aber sein Schuss aus aussichtsreicher Position wird im letzten Moment geblockt. Im Anschluss die nächste gute Szene. Hakan Sezer flankt in den Strafraum ein Watterscheider klärte den Ball unglücklich, aber das Leder senkte sich auf das Tornetz. Die folgende Ecke brachte nichts ein. Im Mittelfeld lieferten sich Mondi Zuhs einen packenden Zweikampf und erkämpfte sich den Ball. Er passte Christian Skoda in den Lauf, der bedient Andre Dej. Der Ahlener Mittelfeldmotor nahm maß und versenkte das Leder zur 1:0-Führung im Wattenscheider Tor. Kurze Zeit später hatte Hakan Sezer das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Schuss wurde im letzten Moment noch abgewehrt. Kurz vor der Pause wurde es nochmal spannend. Erst setzte Hüseyin Bulut einen Schuss knapp über den Kasten der Gäste. Mit dem Pausenpfiff überlief der Ex-Ahlener Emre Yesilova die Rot Weisse Abwehr, konnte aber am Torschuss gehindert werden.

Fazit zu Halbzeit: Ahlen hat mehr für das Spiel getan und erspielte sich ein Chancenplus, so das die Führung zur Pause verdient war.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Skoda wird im Strafraum gefoult und den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Cihan Özkara sicher zur 2:0 Führung. In der Folgezeit verpassten Christian Skoda und Hakan Sezer mit ihren Chancen auf 3:0 zu stellen. Nach einem Freistoß von Emre Yesilova, der von der Mauer geblockt wurde, kam Calvin Küper an den Ball, sein fullminater Schuss strich knapp am linken Torpfosten vorbei. Dann die Vorentscheidung durch Hakan Sezer, er kommt im Sturm frei an den Ball und legt ihn sicher am Wattenscheider Keeper Bruno Staudt zum 3:0 vorbei. Wattenscheid gab sich nicht auf und mit Berkant Canbulut hatte ein weiterer ehemaliger Ahlener die Chance auf den Anschlusstreffer. Robin Brüseke im Kasten der Ahlener entschärfte den Kopfball mit einer genialen Parade. Im Gegenzug dann die entgülige Endscheidung. Hüseyin Bulut setzte sich im Laufduell durch und hämmerte den Ball zum 4:0 unter die Querlatte. Der eingewechselte Jan Holldack überspielte auf der linken Seite seinen Gegenspieler und passte zu Cihan Özkara, der den Gästekeeper auf dem falschen Bein erwischt und zum 5:0 einschiebt. Rot Weiss Ahlen zerlegte die Gäste regelrecht und kam durch Twardzik, Özkara und Bulut immer wieder zu guten Abschlüssen. Dann war es Özkara, der den freistehenden Jan Holldack mustergültig bediente und das halbe Duzend voll machte. Unfassbar, was im Ahlener Wersestadion passierte. Robin Brüseke schiebt den Ball lang auf Gianluca Marzullo, der startete und erzielte das 7:0. Und weiter ging es. Tidiane Diane gräschte und gewann das Duell gegen seinen Gegenspieler, passte zu Jan Holldack und der markierte mit seinem zweiten Treffer das 8:0. Das war der Endstand. Absoluter Wahnsinn…

RWA: Brüseke – Itter, Temin, Borgmann, Zuhs – Twardzik, Dej (81. Gueye)– Bulut, Özkara, Skoda (58. Holldack) – Sezer (58. Marzullo)

Gelb: Skoda, Temin

Fotos von Marc Kreisel

Interviews von Simone Zettier